(c) AgrarBündnis e.V. Kritischer Agrarbericht 2026

Der kritische Agrarbericht 2026 – Wandel & Widerstand

Agrarpolitik im Rückwärtsgang: Reformen stocken, Höfe unter Druck 

Statt der Agrar- und Ernährungswende droht ein Rückschritt: Unter dem Deckmantel „Bürokratieabbau“ werden zentrale Regeln in Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz infrage gestellt. Der Kritische Agrarbericht 2026 zeigt, was auf dem Spiel steht – und warum es jetzt politische Mehrheiten für eine gemeinwohlorientierte Agrarförderung braucht.

Mit dem Kritischen Agrarbericht 2026 legt das AgrarBündnis gemeinsam mit zahlreichen Autor*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft erneut eine umfassende Analyse der agrar- und ernährungspolitischen Entwicklungen vor.

Die Bilanz ist ernüchternd: Statt die Agrar- und Ernährungswende konsequent umzusetzen, geraten Reformen ins Stocken – und in mehreren Bereichen werden Standards sogar aufgeweicht.

Unter dem Stichwort „Bürokratieabbau“ werden derzeit zentrale Regeln und Instrumente des Ordnungsrechts geschwächt – etwa bei Pestiziden, Düngerecht, Bodenmarkt, Tierschutz und der geplanten Lockerung der Regeln für Neue Gentechnik.

Damit geraten das Vorsorgeprinzip, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie faire und verlässliche Rahmenbedingungen für den Agrarmarkt unter Druck.

„Genau dafür müssen Landwirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik in den kommenden Jahren streiten und Mehrheiten organisieren: für eine Agrarförderung, die Geld dorthin lenkt, wo sie Landwirtschaft, Umwelt, Klima und Tierschutz nachweislich stärkt – und damit Betriebe und ländliche Regionen zukunftsfähig macht“, sagt Karin Jürgens, Geschäftsführerin des AgrarBündnisses.

Der kritische Agrarbericht 2026 steht unter dem Themenschwerpunkt „Wandel & Widerstand“ und diskutiert, wie Verständigung und Reformfähigkeit unter schwieriger werdenden politischen Bedingungen gelingen können.

Eine Podiumsdiskussion mit Autorinnen des Kritischen Agrarberichts 2026 im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung ist auch auf dem YouTube-Kanal der Stiftung abrufbar.

Weitere Materialien:

Die Schweisfurth Stiftung ist Mitglied im AgrarBündnis und Förderin des Kritischen Agrarberichts.

Quelle: Pressemitteilung des AgrarBündnisses vom 15. Januar 2026: Wandel & Widerstand
Der kritische Agrarbericht 2026, Abgerufen am 26. Januar 2026