(c) Gabriel Werchez Peral (SÖL)

Spenden für das Öko-Junglandwirte-Netzwerk

Das Öko-Junglandwirte-Netzwerk zählt bundesweit über 2.500 Interessierte. Das gemeinsames Anliegen: positive Veränderungen anstoßen, aktiv die Zukunft der Landwirtschaft mitgestalten und gemeinsam über aktuelle und auch kritische Themen des Ökolandbaus diskutieren – und mindestens ebenso wichtig: der Austausch untereinander und die gegenseitige Beratung, kurz: „Die Felder von morgen beackern!“ Mehr zum Projekt hier.




Das Programm der Öko-Junglandwirte-Tagung ist da!

Vorträge, Seminare, Workshops und Exkursionen – das Programm für die nächste Tagung der Öko-Junglandwirt:innen vom 11.-13. November 2022 in Fulda steht. Es verspricht spannende Vorträge, neue Ideen, Raum für Diskussion und unsere beliebten Thementische. Interesse? Das Programm der 16. Öko-Junglandwirte-Tagung mit dem Thema Authentizität im Ökolandbau ist bereits online. Anmeldungen sind ab dem 29.08.2022 über die Website des Öko-Junglandwirte-Netzwerks möglich.

Authentizität bedeutet Echtheit im Sinne von Ursprünglichkeit – doch:

Was bedeutet Authentizität im Ökolandbau?

Wir schauen auf die Herausforderungen authentisch zu sein und teilen diese Fragen mit Händler*innen, Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Euch. Ihr könnt Euch freuen auf einen bunten Mix aus Vorträgen, Workshops und Thementischen über nachhaltige Anbausysteme Psychologie, Gentechnik, soziale Fairness, Naturschutz und Öko als Ideal. Was macht uns authentisch? Und welche Wege sollen wir einschlagen? Geht es um ästhetische Landschaften? Oder um die Ernährung aller? Müssen wir überhaupt authentisch sein?

Mehr zum Öko-Junglandwirte-Netzwerk, für das die Schweisfurth Stiftung als Trägerin fungiert, sind hier zu finden.

Junglandwirte auf der Suche nach einer Landwirtschaft, die verbindet

Seit Januar 2021 ist die Schweisfurth Stiftung neue Trägerin des Öko-Junglandwirte-Netzwerks. Gemeinsam organisierten sie die 15. Öko-Junglandwirte-Tagung im Oktober in Fulda. Knapp 90 Junglandwirt:innen folgten der Einladung und kehrten für ein Wochenende ihren Höfen den Rücken, um aktuelle, zukunftsweisende Themen für den Öko-Landbau zu diskutieren.

Einsatz für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Das Öko-Junglandwirte-Netzwerk hat sich bereits 2006 aus einer kleinen Gruppe von Schüler:innen der Fachschule für Ökologischen Landbau Kleve zusammengeschlossen und zählt heute bundesweit mehr als 2.500Interessierte. Gemeinsam wollen sie positive Veränderungen anstoßen, aktiv die Zukunft der Landwirtschaft mitgestalten und über aktuelle und kritische Themen des Ökolandbaus diskutieren. Der Austausch untereinander und die gegenseitige Beratung sind dabei wesentliche Elemente.

Netzwerk mit neuer Trägerschaft

Nach vielen Jahren der Trägerschaft durch die Stiftung Ökologischer Landbau (SÖL), die das Öko-Junglandwirte-Netzwerk mit viel Expertise und Engagement aufgebaut und begleitet hat, ist die Schweisfurth Stiftung seit Januar 2021 neue Trägerin. „Gerade im Bereich Netzwerkaufbau und -pflege hat die Schweisfurth Stiftung viel praktische Erfahrung – beste Voraussetzung also, um mit dem Öko-Junglandwirte-Netzwerk gemeinsam zu wachsen und sich weiter zu entwickeln“, kommentiert Dr. Niels Kohlschütter, Vorstand der Schweisfurth Stiftung.

Neue Wege der Solidarität zwischen Stadt und Land aufzeigen

Die jährliche Öko-Junglandwirte-Tagung, das Herzstück des Netzwerks, fand in 2021 vom 15. bis 17. Oktober unter dem Titel „Stadt – Land – Zukunft“ in Fulda statt und widmete sich der Frage, wie zwischen Landlust und Landfrust ein Miteinander von städtischen Verbraucher:innen und landwirtschaftlichen Betrieben gelingen kann.

Das ehrenamtliche Organisationsteam des Netzwerks und die Schweisfurth Stiftung stellten dafür ein abwechslungsreiches und informatives Programm mit Vorträgen, Workshops und Seminaren zusammen. 15 Referent:innen und mehr als acht Thementische von Teilnehmer:innen lieferten Input und Impulse für zahlreiche Diskussionen. Dabei wurde den rund 90 Tagungsgästen eine große Bandbreite an Themen angeboten: So ging es zum Beispiel um Regionalisierung und Digitalisierung in der Landwirtschaft, um regenerative und um soziale Landwirtschaft, um zukunftsfähige Dörfer und Solawi-Genossenschaften bis hin zu Wertschöpfungsketten und Wertschätzungspartnerschaften.

Spontan diskutierten und arbeiteten  einige Teilnehmenden und das Organisationsteam im Rahmen der Tagung auch einen Aufruf an die Verhandelnden der Ampel-Koalition aus. Darin forderten sie, dass weiterhin  Wahlfreiheit, Transparenz und Anwendung des Vorsorgeprinzips für neue gentechnische Verfahren gelten sollen. Kurz: genetisch veränderte Lebensmittel müssen auch weiterhin für die Verbraucher klar gekennzeichnet werden. „Das Engagement und Interesse der Junglandwirt:innen auf dieser Tagung ist immens – es endet sicher nicht am Rande des eigenen Hofes, sondern kennt fachlich und politisch keine Grenzen“, so Nora Klopp, Projektmanagerin der Schweisfurth Stiftung.

Zukunft gestalten durch Vernetzung und Austausch

Neben den Inhalten begeisterten auch das überverbandliche und überregionale Miteinander die Junglandwirt:innen. Neugier, Offenheit und Interesse prägten die Stimmung. Die Möglichkeit zum freien Austausch wurde auch 2021 wieder rege genutzt. Ein Feedback zur Tagung: „Ich nehme Motivation, Inspiration und Mut zu Kommunikation sowie dem Schaffen von Netzwerken auf diversen Ebenen mit und tolle, neue Kontakte.“

Dank an Öko-Anbau-Verbände und Sponsoren

Als Kooperationspartner engagierten sich bei der Tagung wie auch in den vergangenen Jahren die Öko-Anbauverbände Bioland, Demeter und Naturland. Wir bedanken uns außerdem bei den zahlreichen Sponsoren  der Tagung: Nur durch ihrer aller Unterstützung konnten die Kosten für die Teilnehmenden niedrig gehalten werden und so viele Interessierte die Angebote der Tagung wahrnehmen.

Nächster Termin: Die nächste, 16. Öko-Junglandwirte-Tagung findet vom 11.-13. November 2022 in Fulda statt. Anmeldung September 2022 auf der Website des Öko-Junglandwirte-Netzwerks.

Gemeinsam für eine enkeltaugliche Landwirtschaft: Schweisfurth Stiftung übernimmt Trägerschaft für das Öko-Junglandwirte-Netzwerk von der SÖL

Ressourcen schonen, fruchtbare Böden aufbauen und erhalten, Tierwohl stärken, Biodiversität fördern und viele weitere Themen stehen auf der Agenda des Öko-Junglandwirte-Netzwerks – und auch auf der der Schweisfurth Stiftung. Eine enge Zusammenarbeit liegt daher nahe. Ab Januar 2021 übernimmt die Münchner Stiftung die Trägerschaft für das Öko-Junglandwirte-Netzwerk von der Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL), die das Netzwerk von Anfang an mit begleitet und aufgebaut hat. Konkret bedeutet dies, dass die Schweisfurth Stiftung nun das ehrenamtliche Netzwerk-Team insbesondere bei administrativen Aufgaben unterstützt. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind der SÖL dankbar für das bisherige Engagement, denn uns verbindet ein gemeinsames Ziel: eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft voranzubringen. Das kann nur gemeinsam und mit Hilfe starker Netzwerke gelingen. Gerade im Bereich Netzwerkaufbau und -pflege hat die Schweisfurth Stiftung viel praktische Erfahrung – beste Voraussetzung also, um mit dem Öko-Junglandwirte-Netzwerk gemeinsam zu wachsen und sich weiter zu entwickeln“, kommentiert Dr. Niels Kohlschütter, Vorstand der Schweisfurth Stiftung.

Engagiert, innovativ und zukunftsorientiert: Das Öko-Junglandwirte-Netzwerk

2006 hatte eine kleine Gruppe Student:innen der Fachschule für Agrarwirtschaft in Kleve das Netzwerk ins Leben gerufen. Inzwischen zählt es bundesweit über 2.000 Interessierte. Ihr gemeinsames Anliegen: positive Veränderungen anstoßen, aktiv die Zukunft der Landwirtschaft mitgestalten und gemeinsam über aktuelle und auch kritische Themen des Ökolandbaus diskutieren – und mindestens ebenso wichtig: der Austausch untereinander und die gegenseitige Beratung. Dazu haben die Mitglieder – neben dem Netzwerk selbst – unterschiedliche Formate entwickelt: Einmal im Jahr findet die Öko-Junglandwirte-Tagung statt. Es ist das Herzstück des Netzwerks. Hier treffen sich Junglandwirt:innen, Gärtner:innen, Imker:innen, Winzer:innen, Schüler:innen und Studierende aus ganz Deutschland und „beackern gemeinsam die Felder von morgen“. Damit wurde ein Format geschaffen, welches einen verbandsübergreifenden fachlichen Dialog ermöglicht – mit Erfolg: 2019 verzeichnete die Tagung rund 180 Teilnehmer:innen. Darüber hinaus wird seit 2016 einmal jährlich der Öko-Junglandwirte-Zukunftspreis an Junglandwirt:innen verliehen, die besonders innovative Konzepte im Bereich Ökolandbau realisieren. Zudem wurde 2016 das Kontaktforum Hofübergabe gegründet. Hier werden Landwirt:innen, die ihren Betrieb abgeben wollen, mit denjenigen zusammengebracht, die gerade auf der Suche nach einem Hof sind, den sie übernehmen können.

Bei der Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Formate und Themen wird ab Januar 2021 Nora Klopp als Projektmanagerin seitens der Schweisfurth Stiftung das Öko-Junglandwirte-Netzwerk unterstützen. „2021 bringt einige Veränderungen und Herausforderungen für das Öko-Junglandwirte-Netzwerk – insbesondere momentan im Hinblick auf die Planung großer Veranstaltungen. Ich freue mich sehr darauf, dass enorm engagierte ehrenamtliche Netzwerk-Team bei der Umsetzung ihrer zukunftsweisenden Arbeit zu unterstützen: von der Tagung über die Verleihung des Zukunftspreises und das Kontaktforum bis hin zu neuen Ideen, die aus der Zusammenarbeit wachsen werden.“