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Die Schweisfurth Stiftung sagt: „Danke, Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, für 35 Jahre wertvolle, richtungsweisende Arbeit!“

Zum 30. Juni 2021 verabschiedet die Schweisfurth Stiftung ihren Gründungsvorstand Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald. Er hat 35 Jahre lang die Arbeit der Stiftung maßgeblich geprägt. Mit Herzblut und Sachverstand hat sich der Theologe und promovierte Philosoph für eine öko-soziale Agrarkultur und einen ganzheitlichen Mitweltschutz engagiert. Dafür sagt die Schweisfurth Stiftung: „Danke – für diesen langjährigen Einsatz, die wichtigen Impulse, das Brücken bauen, das kluge und vorausschauende Denken und Handeln und das Weichen stellen für die Zukunft.“

„Als wissensdurstiger, kommunikativer und politisch denkender Mensch war Franz-Theo Gottwald über Jahre hinweg derjenige, der die Menschen in der Stiftung zusammenbrachte und Brücken baute. Das sind seine Stärken. Die vielen gelungenen Kooperationen kamen und kommen zustande Dank seiner Fähigkeit, im Gespräch achtsam und wahrnehmend zu sein. Stiftungsarbeit bedeutet auch, auf viele Herausforderungen zu reagieren und diese zu meistern, umzulenken – das hat er an vielen Stellen getan und stets gezeigt, wie ausdauernd, zukunftsgerichtet und vorausschauend er denkt und handelt. Mit seiner wertvollen und richtungsweisenden Arbeit hat er die Schweisfurth Stiftung immer wieder vorangebracht“ würdigt Anne Schweisfurth, Kuratoriumsvorsitzende der Schweisfurth Stiftung, das Engagement von Franz-Theo Gottwald.

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald: Pionier der öko-sozialen Agrarkultur

1985 nahm Franz-Theo Gottwald als selbstständiger Organisationsberater den Auftrag des Unternehmers und Metzgermeisters Karl-Ludwig Schweisfurth an, das wissenschaftliche Konzept für die sich in Gründung befindende Schweisfurth Stiftung in München zu entwickeln. Gemeinsam erarbeiteten sie die Stiftungsausrichtung und das Leitbild der ökologisch-sozialen Agrarkultur im Einklang mit der Natur. Seither setzt er sich mit Leidenschaft und Verstand für dessen Umsetzung in der Praxis ein. Neben zahlreichen Projekten, Vorträgen und Beratungen veröffentlichte er als Autor und Herausgeber rund 70 Bücher und zahlreiche Fachartikel. Zudem lehrte er zwei Jahrzehnte zur Politischen Ökologie an der Hochschule für Politik in München und forscht und lehrt seit 2001 zur Agrar-, Ernährungs- und Umweltethik an der Humboldt Universität Berlin. Sein herausragendes Engagement wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, u.a. 2018 mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt. Franz-Theo Gottwald wird sich als selbstständiger Berater und ehrenamtlich in unterschiedlichen Funktionen weiterhin für die Transformation der Land- und Lebensmittelwirtschaft zu regionalen, ökologisch-sozialen Ernährungssystemen einsetzen.

Bei der Verabschiedung stellte der Journalist Dr. Geseko von Lüpke heraus: „Es ist Franz-Theo Gottwald gelungen, den Paradigmenwechsel der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts hin zu einem ganzheitlichen und erfüllten Leben in die für ihn persönlich wichtigsten Themen: Tierwohl, Nachhaltigkeitsinnovationen und Lebensmittelqualität genauso praktisch zu übersetzen wie in seiner ethisch fundierten Technologiekritik.“

Franz-Theo Gottwald freut sich mit Dr. Niels Kohlschütter einen Nachfolger gefunden zu haben, der die Themenanliegen kraftvoll und zielführend auf ihren gesellschaftlichen Impact hin weiterentwickelt.

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