Kuhgebundene Kälberaufzucht: Echtes Tierwohl von Anfang an!

In Deutschland werden jedes Jahr fast vier Millionen Kälber geboren. In der Regel werden sie kurz nach der Geburt von der Mutterkuh getrennt, denn die Tränke aus dem Nuckel-Eimer gilt als ökonomisch vorteilhafter als eine Aufzucht durch die Mutterkuh. Ein Ausleben von artgerechtem Verhalten wie Saugen am Euter und Ablecken des Kalbes durch die Kuh ist so nicht möglich.

Es geht auch artgerechter!

Eine tierfreundlichere Alternative zu den heute gängigen Tränke- und Aufzucht-Systemen von Kälbern ist die kuhgebundene Aufzucht. Dies bedeutet, dass die Kälber von der eigenen Mutter oder einer Ammenkuh gesäugt werden und täglich Kontakt mit erwachsenen Kühen haben. Studien zeigen, dass sich dies positiv auf Gesundheit, Entwicklung und Sozialverhalten der Kälber auswirkt. Dabei profitieren –  neben den Kälbern – auch die Landwirte: Sie berichten häufig, dass ihnen durch die kuhgebundene Kälberaufzucht die Arbeit mit den Tieren mehr Freude bereitet und die monotone Arbeiten der Eimertränke wegfallen.

Herausforderung für die Praxis

Trotz dieser Vorteile für Mensch und Tier wird die kuhgebundene Aufzucht nur von sehr wenigen Milchviehbetrieben praktiziert. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen sprechen wirtschaftliche Faktoren dagegen. So lange die Preise für Produkte aus dieser Haltungsform die höheren Kosten nicht decken, stellt dies eine Hürde für die Landwirte dar. Zum anderen fehlt es häufig an Wissen bei Praktikern, Fachberatern und Stallbauplanern wie eine kuhgebundene Kälberaufzucht praktisch umgesetzt werden kann.

Es gibt Handlungsbedarf!

Nur eine kuhgebundene Kälberhaltung ist mit den ethischen Grundsätzen der ökologischen Agrarkultur vereinbar. Deshalb setzt sich die Schweisfurth Stiftung aktiv für die Ausbereitung der kuhgebundenen Kälberhaltung ein. Im Rahmen des Projekts „Kuhgebundene Kälberaufzucht“ werden konkreten Lösungen zur Förderung dieser Haltungsform sowie deren Umsetzung in der Praxis erarbeitet. Maßnahmen sind die Organisation von Praxis-Dialogen mit interessierten Akteuren und die Präsentation des Themas auf Veranstaltungen. Auf diese Weise wird der Erfahrungsaustausch und der Wissenstransfer zwischen Milchviehalten, Wissenschaftler und potenziellen Marktpartnern gefördert.

Kritischer Agrarbericht 2020: Nur gemeinsam gelingt die Transformation

Es braucht wieder mehr Solidarität zwischen Stadt und Land, zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen, zwischen LandwirtInnen und VerbraucherInnen! Das fordert der kritische Agrarbericht 2020 mit seinem diesjährigen Schwerpunktthema „Stadt, Land – im Fluss“. Er wurde zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche  in Berlin vom Agrarbündnis e.V.  vorgestellt. Dass die Agrarwende nur durch ein Miteinander gelingen kann, zeigt auch der von der Schweisfurth Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut e.V.  verfassten Beitrag.

In Maßen, nicht in Massen!

Für eine Ernährung mit weniger, dafür aber umwelt- und tiergerecht(er) produziertem Fleisch plädieren Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Vorstandsvorsitzender der Schweisfurth Stiftung, und Dr. Dietlinde Quack, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Öko-Instituts e.V., im Kapitel „In Maßen, nicht in Massen!“. Denn die dringend erforderliche Agrarwende ist nur mit einer Ernährungswende möglich. Dabei kommt den VerbraucherInnen eine wesentliche Rolle zu. Ihr Kassenbon kommt einem Stimmzettel gleich: Bei jedem Einkauf können sie wählen zwischen einem „Weiter so“ oder der notwendigen Transformation. Doch ohne, dass auch Politik und Handel Verantwortung übernehmen und sich entsprechend am Transformationsprozess beteiligen wird das Engagement der LandwirtInnen und der BürgerInnen nicht zu der erforderlichen Agrarwende führen. Es ist ohne Zweifel: Es gibt nicht den einen Akteur, vielmehr müssen viele unterschiedliche Akteure einbezogen werden und zusammenarbeiten, damit die Ernährungs- und Agrarwende gelingen kann. Die konkreten Gestaltungsansätze können Sie hier nachlesen.

Citizen Science: Gemeinsam die Verbreitung von Ackergiften erforschen

Um wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zu erhalten, wird eine Reihe unterschiedlicher Methoden angewandt. Dies ist nur durch das umfassende Engagement Freiwilliger möglich.

„Mir ist es wichtig, durch wissenschaftliche Methoden Aufschluss über die weitreichende Belastung der Luft mit Pestiziden zu erhalten, was ich sonst nirgends erfahre.“ So begründet Marlene Hansen ihre Entscheidung, bei der Citizen Science-Studie zur Erforschung der Pestizidbelastung der Luft mitzuwirken.

Marlene, 39 Jahre alt und von Beruf Qualitäts- und Produktmanagerin ist eine der 130 BürgerInnen, die sich bei dem Luftgüte-Monitoring zur Pestizidbelastung beteiligt – ohne deren Mitwirken die Durchführung der Studie gar nicht erst möglich wäre. Denn von April bis Herbst 2019 werden an über 125 verschiedenen Standorten Untersuchungen mit unterschiedlichen Forschungsmethoden durchgeführt. Die Herausforderung dabei: Wie kann die fachgerechte  Betreuung der vielen Standorte sichergestellt werden? – Nur durch das Engagement vieler Freiwilliger wie Marlene in Verbindung mit der professionellen Begleitung von Wissenschaftlern.

Umfassendste Pestizid-Abdrift-Studie der Bundesrepublik

Eine erste Studie (10.02.2019) kam zu dem alarmierenden Ergebnis, dass sich der Verdacht einer flächendeckenden Abdrift von Ackergiften über den Luftweg erhärtet.

Jetzt gilt es, diese These weiter wissenschaftlich zu validieren. Deshalb hat das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft eine Folgestudie in Auftrag gegeben. Diese wird von der Schweisfurth Stiftung gemeinsam mit dem Umweltinstitut München  und dem Forscherbüro TIEM Integrierte Umweltüberwachung GbR durchgeführt.

Um wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zu erhalten, wird eine Reihe unterschiedlicher Methoden angewandt: Neben technischen Sammlern werden Baumrinden, Filtermatten aus Klimaanlagen und Bienenbrot auf Pestizid-Rückstände analysiert.

Insbesondere Letzteres ist ein wichtiger Indikator:  Bienenbrot unterliegt weniger Einflüssen durch die Biene als Honig. Deshalb ist es besonders dazu geeignet, um mögliche Pestizidrückstände in Pollen zu analysieren.

Ackergifte kennen keine Grenzen

Übrigens: Das Bündnis gegen Ackergifte ist seit Juni diesen Jahres auch in Österreich aktiv. Der Bio-Pionier Sonnentor hat dort den Verein zur Förderung einer enkeltauglichen Umwelt in Österreich gegründet.

Verdacht auf flächendeckende Abdrift von Ackergiften erhärtet

Alarmierende Ergebnisse: Neue Studie zeigt, dass die Ko-Existenz von biologischen und konventionellen Anbauverfahren gefährdet ist und offenbart damit, dass die Politik die staatliche Schutzverpflichtung gegenüber dem Öko-Landbau nicht einhält. Die ausführlichen Ergebnisse und weitreichenden Implikationen der Studie wurden auf der Biofach 2019 vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, das von der Schweisfurth Stiftung als Bündnispartner aktiv unterstützt wird, vorgestellt. Es ist die bisher größte Studie über die Luftverfrachtung von Ackergiften in Deutschland.

Rückstandfreies Bio – eine Utopie?

Hintergrund und Auslöser der Studie war die sogenannte „Urinale“, durchgeführt von der Bürgerinitiative Landwende von Oktober 2015 bis Januar 2016. Insgesamt 2011 Bürger*innen ließen ihren Urin auf Glyphosat untersuchen, die Hälfte der Teilnehmer*innen verzehrte überwiegend Lebensmittel aus ökologischem Anbau. In 99,6 Prozent der Proben war Glyphosat nachweisbar, dabei machte es fast keinen Unterschied, ob die Probanden sich konventionell ernährten oder nicht. Die Vermutung lag also nahe, dass sich konventionelle Ackergifte – entgegen der Auffassung der Industrie – über die Luft verbreiten und keineswegs vor ökologisch bewirtschafteten Flächen oder Biosphärenreservaten Halt machen. Dafür liefert die neue Studie nun wissenschaftliche Belege.

Mehr als 100 Pestizide nachgewiesen

Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft wollte mit der Baumrindenstudie, durchgeführt vom unabhängigen Institut TIEM integrierte Umweltüberwachung erstmalig die flächendeckende Verbreitung von Ackergiften durch die Luft ermitteln. Mittels eines Luftgüte-Rindenmonitorings wurde die Rinde von Bäumen an 47 Standorten deutschlandweit auf Pestizidrückstände untersucht: auch in Schutzgebieten, Bio-Anbauregionen und Innenstädten. Die Studie wies insgesamt 107 verschiedene Pestizide nach, zwei davon waren Ackergifte (DDT und Lindan), die seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt werden. „Ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Entscheidungen früherer Generationen sich noch lange auf die Zukunft auswirken“, kommentiert Niels Kohlschütter, Geschäftsführer der Schweisfurth Stiftung und Koordinator des Bündnisses für enkeltaugliche Landwirtschaft. Am weitesten verbreitet sind laut Studie Pestizide mit hohem Dampfdruck, wie Pendimethalin und Prosulfocarb.

Glyphosat – vom Winde verweht?

Brisantes Ergebnis ist auch, dass an über der Hälfte aller untersuchten Standorte Glyphosat nachgewiesen werden konnte. Dies ist insbesondere von entscheidender Bedeutung, da die Industrie eine Verbreitung des Pflanzenschutzmittels über den Luftpfad bislang negiert. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass „eine Verbreitung über die Luft als ein möglicher Expositionspfad von Glyphosat im Hinblick auf eine allgemeine Belastung nicht plausibel ausgeschlossen werden kann.“ Genau dies jedoch haben sowohl die deutschen als auch die europäischen Behörden im Zulassungsverfahren getan.

Nun ist die Politik gefragt

Mit dieser Studie ist die Bio-Branche in Vorleistung gegangen und liefert wissenschaftliche Belege dafür, dass die Luftverfrachtung von Ackergiften existiert. Für das Bündnis ist sie als enormer Erfolg zu werten, denn die Ergebnisse verleihen ihm eine starke politische Stimme. „Die Studie macht deutlich, dass die Ko-Existenz von Bio-Anbau und konventioneller Landbewirtschaftung grundsätzlich gefährdet ist und gibt uns eine neue Grundlage, um mit der Politik in Dialog zu treten. Die Ko-Existenz der beiden Anbauformen ist eine legitime Forderung und muss in Deutschland dauerhaft gewährleistet werden“, erläutert Kohlschütter die politischen Implikationen der Studie. „So geht es nicht weiter. Es geht an die Wurzel unserer Existenz und das, was wir unter Leben verstehen, wird durch die Ackergifte angegriffen,“ mahnt auch Johannes Heimrath von der Bürgerinitiative Landwende die Brisanz der Ergebnisse an. Zwei richtungsweisende Forderungen stellt das Bündnis an die Politik: Die Revision der europaweiten Zulassungsverfahren und die Aufnahme von Glyphosat und andere in der Studie auffälligen Pestizide als festen Bestandteil der regulären Immissionsüberwachung in Deutschland.

Anschlussstudie bereits geplant

Das Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft hat bereits eine Folgestudie geplant, die mit drei weiteren Forschungsmethoden die These der Verbreitung von Pestiziden über den Luftweg untersucht. Im Rahmen des Citizen Science Projektes werden Bürger*innen bis Ende Februar 2019 dazu aufgerufen, sich an einem integrierten Monitoring zu beteiligen. Neben dem Baumrindenmonitoring ist beispielsweise die Installation von technischen Sammlern geplant. Ziel dabei ist es, die Bevölkerung miteinzubeziehen und den Staat mit dieser breiten Aktion auch auf seine Schutzverpflichtung aufmerksam zu machen: Die Existenz des Öko-Landbaus muss gesichert und rückstandfreies Bio in der Zukunft gewährleistet sein können.

Kritischer Agrarbericht 2019 – wichtige Impulse für anstehende EU-Agrarreform

Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin stellte das AgrarBündnis, dem auch die Schweisfurth Stiftung angehört, am 17.01.2019 den Kritischen Agrarbericht 2019 vor. Im Jahr der Europawahl und anlässlich der anstehenden EU-Agrarreform präsentierte der Zusammenschluss von 25 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungspolitik seine Vision von einer „Landwirtschaft für Europa“, die auch den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entspricht. Neben Vorschlägen, wie die anstehende EU-Agrarreform dazu beitragen kann, diese zu verwirklichen, widmet sich das Jahrbuch auch aktuellen Themen wie der Digitalisierung der Landwirtschaft und der dahinterstehenden Macht der Konzerne, dem Ökologischen Landbau, der Bodenmarktpolitik oder den Auswirkungen der neuen Düngeverordnung.

EU-Agrarreform – mehr Zusammenhalt und ambitionierte Ermutigung in der Agrarpolitik

Bernd Voß von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Vorstandssprecher des Agrarbündnisses sprach sich auf der Pressekonferenz für eine starke Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) aus. „Eine starke EU-Politik unterstützt bäuerliche Betriebe und ländliche Gemeinden in einem vielfältigen, gemeinsamen Europa, die anstehenden Herausforderungen sowohl in der Tierhaltung als auch im Ackerbau, gezielt anzugehen. Hier stehen die Bauern und Bäuerinnen aktuell vor großen, teuren Veränderungen, um die gesellschaftlichen Erwartungen an Tierwohl, Umwelt-, Klimaschutz und Artenvielfalt auf ihren Höfen umzusetzen“, so Voss in seinem Appell an die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene hierfür einzusetzen.

Die Zeit der Agrarchemie ist vorbei

Mit der GAP hätte die Europäische Union einen konkreten Maßnahmenkatalog, um den Schutz der Insekten zu verbessern und die Biodiversität auf den Agrarflächen wieder zu erhöhen. Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments und Biomilchbauer in Nordhessen, stellt dazu in seinem Fachbeitrag im Kritischen Agrarbericht 2019 folgende Forderungen an die EU: Ähnlich dem Klimaabkommen von Paris ist ein internationales Abkommen zum Pestizidausstieg und ein Einstieg in agrarökologische Systeme unumgänglich. Denn die Grundlagen eines auf intensivem Pestizideinsatz basierenden Anbausystems sind Züchtung auf Hochertrag und dem vermehrten Anbau von Monokulturen, sowie intensive Stickstoffdüngung und enge Fruchtfolgen. Trotz zunehmender Zweifel aus der Wissenschaft wird jedoch am Pestizideinsatz festgehalten – mit Folgen für Mensch, Natur und Umwelt.  Ökobetriebe, die schon ohne Pestizide und mit stabileren Systemen arbeiten, werden bei ihrer Produktion massiv beeinträchtigt, da abdriftende Pestizide ihre Ernten verkaufsunfähig machen. Laut Häuslings Artikel gibt es die Koexistenz konventioneller und ökologischer Anbausysteme nicht wirklich – und wenn, dann nur zum Nachteil der Ökobauern.

Ackergifte kennen keine Grenzen

Die Problematiken des Nebeneinanders von pestizidfreiem Ökolandbau und des von Ackergiften abhängigen konventionellen Anbausystems nimmt eine Studie in den Fokus, die von dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft e.V., initiiert wurde. Mit dabei sind 30 Biofirmen, die Bürgerinitiative Landwende und die Schweisfurth Stiftung. Im Kritischen Agrarbericht 2019 skizzieren Dr. Niels Kohlschütter, Geschäftsführer und Johanna Bär, Projektmanagerin bei der Schweisfurth Stiftung die Studie, die mittels Luftgüte-Rindenmonitoring von Bäumen an bundesweit unterschiedlichen Standorten auf Luftschadstoffe untersucht wurden. Eine erste Pilotstudie des Bündnisses hat gezeigt, dass Ackergifte –auch über ökologisch bewirtschaftete Flächen hinweg– bis in die Städte verweht werden.

Bioökonomie vs. Agrarkultur

In seinem Beitrag im Kritischen Agrarbericht 2019 geht Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Vorstand der Schweisfurth Stiftung, der Frage nach: Agrarkultur oder Bioökonomie?   Er stellt die beiden kontroversen Leitbilder gegenüber und kommt zu dem Fazit, dass sie nicht vereinbar sind. Seine Forderung an die Politik lautet, dass die zukünftige Agrarpolitik so zu gestalten ist, dass zumindest die Koexistenz beider Leitbilder ermöglicht und somit sichergestellt wird, dass die regionale Pluralität von agrarkulturellen, bäuerlichen Praxen – sprich die ökosoziale Agrarkultur – auch in Zukunft erhalten bleiben. Denn das Leitbild der Bioökonomie folgt dem Wachstumsparadigma und damit der Industrialisierung, verbunden mit Reduzierung echter Vielfalt.

Einige der Hauptgegensätze der beiden Leitbilder ökosoziale Agrarkultur und Bioökonomie beschreibt Gottwald in Stichpunkten so:

Lebendige Organismen versus Biomasse als Kernverständnis von Natur

Systementwicklung mit evolutionär angepasster versus Systematisierung mit beschleunigter Zeitökologie

Fortschrittskritische Positionen versus Intendierte Fortschrittsbeschleunigung

Weltweit einsetzbar versus Nur unter industriellen Bedingungen einsetzbar

Geringe Umweltrisiken versus Unbekannte Umweltrisiken

 

10 Argumente für Bio-Fleisch

Die Mehrzahl der deutschen Konsumenten wünscht sich laut Umfragen mehr Tierwohl für die in der Landwirtschaft gehaltenen Tiere. Viele wären sogar bereit, dafür mehr zu bezahlen. Doch die Verkaufszahlen sprechen eine andere Sprache: Noch immer stammen über 90 Prozent der in Deutschland verzehrten Fleisch- und Wurstwaren aus nicht tiergerechten, industriellen Haltungssystemen. Der Anteil von Bio-Schweinefleisch liegt bei knapp einem Prozent. Auch die Marktanteile von Geflügel- und Rindfleisch aus ökologischer Herkunft fallen kaum ins Gewicht.
Dabei bietet Bio viele Vorteile – nicht nur für die Tiere, sondern auch für Mensch und die Umwelt.

10 Gründe, warum Bio-Fleisch besser ist, finden Sie in unserem Dossier zur Bio-Tierhaltung.