Programm Kälberpatenschaft
Lasst das Kalb bei seiner Mutter: Jetzt Kälberpatenschaft übernehmen!
In Deutschland werden Kuh und Kalb in der Regel kurz nach der Geburt getrennt – auch in der Bio-Landwirtschaft. Ab einem Alter von vier Wochen werden dann die meisten männlichen Bio-Kälber verkauft und in konventionelle Mastbetriebe gebracht. Als Kälberpatin oder -pate ermöglichen Sie Kälbern und Kühen gemeinsame Zeit – und männlichen Kälbern ein Leben auf dem Biohof.
Wieso männliche Kälber auf Bio-Höfen keine Zukunft haben
Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einem Bauernhof. Ein Kalb wird geboren: Liebevoll leckt die Kuh es ab. Das eigene Kind ist das Wichtigste auf der Welt. Und für das Kalb ist die Mutter ein Teil von ihm.
Doch das landwirtschaftliche System in Deutschland verhindert eine natürliche Mutter-Kalb Beziehung – aus ökonomischen Gründen. Meistens werden beide direkt nach der Geburt getrennt. Auch in der Bio-Landwirtschaft. Und was viele nicht wissen: Da die Nachfrage nach Bio-Fleisch viel geringer ist als die nach Bio-Milchprodukten, benötigen die Bio-Höfe deutlich weniger männliche Kälber als weibliche. Deswegen haben männliche Kälber dort meist keine Zukunft und werden im Alter ab vier Wochen verkauft – und zwar in die konventionelle Mast. Das bedeutet oft lange Tiertransporte, systematische Behandlungen mit Antibiotika und ein Leben auf Spaltenböden ohne Auslauf ins Freie.
Mit einer Kälberpatenschaft geben Sie Kuh und Kalb gemeinsame Lebenszeit
Kälber aus unserem Patenschaftsprogramm bleiben mindestens drei Monate lang bei einem Muttertier. Außerdem werden männliche Kälber danach nicht in die konventionelle Mast abgegeben, sondern bleiben auf einem Bio-Hof. Auf unserer Seite Kälberpatenschaft können Sie alle Kälber sehen, die aktuell Patinnen und Paten brauchen. Suchen Sie sich Ihr Patenkalb aus und entscheiden Sie sich für Ihren Spendenbetrag. Für ein Kalb benötigen wir 250 Euro. Sobald der Betrag zusammengekommen ist, nehmen wir das Kalb in das Programm Kälberpatenschaft auf. Und so läuft die Patenschaft ab:
=> So werden Sie Pate oder Patin
- Lernen Sie hier die Patenkälber kennen
- Entscheiden Sie sich für Ihr Kalb
- oder wählen Sie Ihren Spendenbetrag (auch weniger oder mehr als 250 Euro sind möglich)
=> Langfristig den Markt verändern
Hartnäckig hält sich die Erzählung, dass das Leid der Kälber und Mütter für die Wirtschaftlichkeit des Hofs unvermeidlich ist. Einige Betriebe beweisen schon jetzt das Gegenteil. Mit dem Programm Kälberpatenschaft wollen wir mit Ihrer Unterstützung Höfen die kuhgebundene Kälberaufzucht ermöglichen und damit der Politik Fördermöglichkeiten für mehr Tierwohl aufzeigen.
=> Ihre Patenschaft stärkt Bio-Höfe
Gerne lassen die Bio-Landwirt:innen, mit denen wir kooperieren, ihre Kälber länger als üblich bei der Mutter aufwachsen. Das ist gut für die Tiere und macht so auch den Landwirt:innen mehr Freude bei der Arbeit. Um das finanziell zu ermöglichen, unterstützen wir sie mit dem Programm Kälberpatenschaft. So fördern wir eine Landwirtschaft, die die Bedürfnisse von Mensch und Tier wahrnimmt und respektiert.
Projektname: Kälber-Patenschaftsprogramm
Startschuss: 2024
Status: läuft
Wirkungskreis: bundesweit
Zielgruppe: Tierfreunde, Milchbauern mit kuhgebundener Kälberaufzucht
Maßnahmen: Aufbau eines Patenschaftsprogramms für Kälber in der Milchviehhaltung die kuhgebunden aufgezogen werden, Vermittlung von Patenschafts-Spenden an Milchbauern die Kälber kuhgebunden aufziehen, Schaffung von Bewusstsein für das Thema kuhgebundene Kälberaufzucht in der Milchviehhaltung bei VerbraucherInnen
Ansprechpartner: Saro Gerd Ratter, Kontakt: sratter [at] schweisfurth-stiftung.de